on allianzen


Also ich bin keiner dieser weißen alten Männer, die vor dem Kamin sitzen, in ihrem Burberry-Pullover


einen schmackhaften Barolo in der Hand


eine wesentlich jüngere Model-Ische auf dem Schoß, die


entweder Enkelin, Tochter aus zweiter Ehe oder Geliebte sein könnte,


(noch nicht)


Und die dann bei jeder Kleinigkeit das Abendland untergehen sehen und mit ihrer bräsigen Scheiß-Art  eigentlich nichts zu verkünden wissen als


ICH HABS DOCH GESAGT, ODER?


So bin ich nicht, notabene.


Aber ich würde sagen, dass ich es in Ansätzen versucht habe rhetorisch hervorzuheben und semiotisch vorzubereiten.


Also in aller Bescheidenheit möchte ich das für mich reklamieren.


Nämlich habe ich (selbst dieser Crew entlaufen) in der linken Bubble des M.A. Dramaturgie beobachtet, wie die Themen sich einengen, und die Buzzwords weniger werden, und die Obliegenheit diese Buzzwords anzubringen, (bei gleichzeitiger Abnahme der Differenziertheit der Beiträge und damit korrelierend der Abnahme der Intersubjektiven Bezugnahme (was man landläufig miteinander-reden nennt) strenger und nachdrücklicher eingefordert wurde.


Das gab es beispielsweise als ich in Freiburg studiert habe. Dieses Miteinanderreden


Da war man beim Herrn im Himmel nicht so KRITISCH oder EGALITÄR. 


Aber man war wesentlich wesentlich aufgeschlossener und menschenfreundlicher als an der Goethe-Uni (zum. im M.A. Dramaturgie)


Ja, und seit ich dort zum Mobbing-Opfer geworden bin, möchte ich einfach wirklich die anderen Leute ermuntern, denen das auch so geht: Erhebt Eure Stimme gegen diese Ungerechtigkeit. Wenn Ihr es nicht tut, seid ihr mitschuldig an dem Abdriften des Diskurses in eine monologische Feindselige Kloake des Schillerschen Mitleidskultes. 


Das wäre schade. Weil es nicht dazu beiträgt die Spaltung der Gesellschaft zu beseitigen.


Also Redet. Fragt nach. Bildet Allianzen. Gründet Publikationsorgane und Hashtags auf Twitter


Es ist ja eine Sache, dass Ozzi O., der vor drei Jahren noch mein Kumpel war, mit dem ich einen trinken gegangen bin im Doktor Flotte, mit dem ich gescherzt und über Kunst geredet habe, dass der mich auf einmal vor dem gesamten Studiengang per Mail verhöhnt und (Wortlaut) sagt: "Du hast gar keine Position hier Respekt einzufordern" (ist das ein Argument? Gibt es überhaupt jemanden, der keinen Respekt im Umgang miteinander anmahnen darf? mE nach eigentlich nicht)


Oder dass Marque P., mit der ich noch kein einziges privates Wort geredete habe (nur von ihren weirden Facebook-Posts wurde mit vonseiten meiner Exfreundin berichtet, aber die fand ich eher lustig, und naja, wer frei von Sünde ist..., hat Jesus zum Mann vom Lande gesagt) mich auf einmal aufs feindseligste anhält sie NIE WIEDER zu kontaktieren. Freilich ohne Nennung eines einzigen Grundes. Ja, liebe Marque, ich habe Dich zu meinem Geburtstag eingeladen. Aber sorry, deshalb bin ich noch kein Stalker, dem man mit dem Fegefeuer (nette Email von Gleichstellungsbüro) ankommen muss, um ihm den Teufel auszutreiben. Ich habe mir eigentlich vorgenommen weniger strategisch zu sprechen, aber es liegt mir zu sehr auf der Zunge zu sagen: Du bist mir eigentlich wirklich latte. Also bist eher in der Peripherie meiner Wahrnehmung. Ich brauche deine Sympathie gar nicht. Hier eine Liste von 20 Leuten, die mir 1.000 mal wichtiger sind


Palak A, Moritz L., Julius S., John C., Lina S., Emma P., Olli K., Laura C. N., Rena S., Annette S., Frank K., Roland H., Tim K., Yann B., David F., Anne M., Miriam H., Anke H., Natascha W., Aydana S., Paul K.


Allesamt fabelhafte Leute, die mir ggf. einen fabelhaften Charakter attestieren würden


Aber wer schreit am lautesten? Wer spamt meinen alten Blog zu mit Hassrede? 





Ausgerechnet jemand, der in der äußeren Peripherie meiner freundschaftlichen Bestrebungen rangiert.


Und das hat durchaus eine Logik. Das hat System


Es geht hier mE um Macht. Und Deutungshoheit. Schlicht und ergreifend.


Es geht darum, die Verachtung in die Sprache zu nehmen, die man selbst am eigenen Leibe erfahren hat. Weil vielleicht die Vermutung besteht, man könne sich auf diese Weise von der Vergangenheit reinigen (indem man sie in der Gegenwart wiederholt. Wie soll das gehen? Und dann mir raten, ich solle eine Therapie machen. Liebe Freunde, das mache ich bereits. Und ich bin sehr dankbar für alles was ich lernen durfte. Und es war anstrengend. Und ich schäme mich sehr für mein Verhalten. Zb gegenüber Jonathan K. oder M Ng. Aber ehrlich gesagt nicht ein Quäntchen für Mein Verhalten gegenüber M.P.)


Das alles ist persönlich tragisch. Für die Leute, die diese Ausgrenzungs- und Abgrenzungsrhetorik üben.


Das ist tragisch, weil die Leute ja nicht wirklich erleichtert sind


Und sich in einer Schleife von Reproduktion verbaler Gewalt befinden


Aber das kümmert mich nicht mehr. Ich habe die Mauer hochgezogen gegen die Einzelschicksale.


Kasuistik ist was für Untermenschen 


Sagen zumindest die Neu.Nietzscheaner


Nein, ich sehe ein gesamtgesellschaftliches Problem, wenn der Diskurs derart erodiert.


Ich möchte das (und hier unterscheide ich mich von den ganzen Sesselpupsern aus dem Mousonturm und andernorts) tatsächlich verändern. Ich weiß noch nicht genau, wie. Aber ich bin wild entschlossen. 

Bitte, wenn ihr Tipps und Songwünsche habt, ruft sie einfach?


Den selben Song nochmal?


Und los


(ich habs doch gesagt!)



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